Konsolidierung der Ergebnisse des Workshops und weiterer Fachgespräche zu einer Vision der gematik zum Konzept IOP 2.0

Koordinationsinstanz

gematik als neutrale Koordinationsinstanz

Die gematik positioniert sich als zentrale Koordinationsinstanz für Interoperabilität im Gesundheitswesen. Als neutrale Instanz übernimmt sie die Koordination von E-Health-Projektvorhaben und Standardisierungsaktivitäten, sodass Transparenz geschaffen wird und eine geregelte Zusammenarbeit erfolgen kann. Dadurch sollen relevante Stakeholder miteinander vernetzt und insbesondere Synergien und eine Effizienzsteigerung ermöglicht werden.

Komitee

Komitee aus unabhängigen Experten

Unabhängige Experten sollen im Rahmen eines Komitees verbindliche Entscheidungen zur Nutzung von IT-Standards im deutschen Gesundheitswesen treffen und diese als IOP-Vereinbarungen ernennen. Unterstützt werden sie dabei von Arbeitsgruppen, die auf den verschiedenen Fachebenen beraten und Entscheidungsvorlagen erstellen.

Roadmap

Roadmap für Interoperabilität

Eine Roadmap über die zu betrachtenden Anwendungsfälle im Komitee soll zielführend wirken und allen Beteiligten mehr Planungssicherheit verschaffen. Sie soll von der Koordinationsinstanz und dem Komitee gemeinschaftlich erstellt werden und sich dabei von einer übergeordneten E-Health- und Interoperabilitätsstrategie für Deutschland ableiten.

Prozesse

Schaffung von IOP-Vereinabrungen und IOP-Anwendungen

Zwei Kernprozesse bilden den wertschöpfenden Teil:

  1. Prozess zur Schaffung von IOP-Vereinbarungen: IT-Standards werden in etablierten Verfahren, z. B. innerhalb von Standardisierungsorganisationen, profiliert und durch das Komitee zur verbindlichen IOP-Vereinbarung ernannt.
  2. Prozess zur Schaffung von IOP-Anwendungen: E-Health-Anwendungen werden von Beginn an unter Berücksichtigung relevanter IOP-Vereinbarungen entwickelt und bei Einhaltung dieser zur IOP-Anwendung ernannt.

Verbindlichkeit

Prüfung auf Einhaltung bei Implementierung

Die vom Komitee festgelegten IOP-Vereinbarungen müssen Verbindlichkeit erlangen, damit sie tatsächlich flächendeckend implementiert und genutzt werden. Dies kann erreicht werden, indem IT-unterstützte Leistung im Gesundheitswesen nur noch dann im GKV-System finanziert wird, wenn dabei die IOP-Vereinbarungen nachweislich eingehalten wurden.

Wissensmanagementplattform

vesta wird zum „Wissensnetz“

Das jetzige Interoperabilitätsverzeichnis vesta wird zur Wissensmanagementplattform vesta und soll das Wissen über E-Health und Interoperabilität im Gesundheitswesen aufführen und vernetzen. Damit schafft es Transparenz, vermittelt gemeinsames Verständnis und trägt zur Effizienzsteigerung und Förderung der Interoperabilität bei.

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