Leistungen, Inanspruchnahme und Effekte des Gemeindenotfallsanitäters

ILEG


Medizinische Fachrichtungen
Notfallmedizin
Schlagworte
Notfallrettung
Versorgungsebene
Notfallversorgung
Zielsetzung

Durch den Einsatz speziell geschulter Notfallsanitäter, den Gemeindenotfallsanitätern (GNFS), sollen im Oldenburger Land der Rettungsdienst und die Notaufnahmen entlastet werden. Vier Kommunen haben gemeinsam ein System zur Integration von sog. „Gemeindenotfallsanitätern“ eingeführt. GNFS sind Notfallsanitäter mit einer speziellen Zusatzausbildung. Diese befähigt die GNFS, bei bestimmten Einsatzindikationen (nach Ausschluss von lebensbedrohlichen Verletzungen oder Erkrankungen durch die Leitstellendisponenten) zunächst eine Beurteilung der Patienten vorzunehmen, ggf. eine Versorgung vor Ort durchzuführen und über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

Bei der Versorgung der Patienten wenden die GNFS Algorithmen an, die durch die ärztlichen Leiter Rettungsdienst der Kommunen entwickelt wurden. Können die GNFS die vorliegende Situation trotz der Anwendung der Algorithmen nicht ausreichend sichern, nutzen sie die Unterstützung der Ärzte der Telemedizin des Klinikums Oldenburg.  

Die Ressource GNFS stellt eine neue Qualität an Einsatzmittel dar. Das Projekt Inanspruchnahme, Leistungen und Effekte des Gemeindenotfallsanitäters – ILEG, begleitet die GNFS wissenschaftlich, um die Inanspruchnahme und Versorgung nicht lebensbedrohlich erkrankter Patienten sowie begleitender Effekte zu erforschen.

Szenario
Beschreibung:

Im Projekt wurden ein Gemeindenotfallsanitäter-Einsatzprotokoll (das wird nach dem Einsatz vom GNFS ausgefüllt), ein Patienten- und Hausarztfragebogen entwickelt. Nach dem Einsatz des GNFS werden die Patienten in einem zweischrittigen Einwilligungsverfahren um Ihre Teilnahme an der Studie gebeten. Liegt diese vor, werden den Patienten circa eine Woche nach der Versorgung durch den GNFS, und den behandelnden Hausärzten Fragebogen zugesendet. Die Anworten der Patienten und Hausärzte werden anschließend in der Studienzentrale  in ein E-PiXSystem zur Anonymisierung eingepflegt. 

Nach jedem Einsatz füllt ein GNFS ein codiertes Einsatzprotokoll aus und pflegt diese Angaben ebenfalls in das E-PiX System ein.

Sollte die Telemedizin in Anspruch genommen worden sein, werden diese Protokolle ebenfalls in das E-Pix System eingepflegt.

In einer eingerichtenten Treuhandstelle werden die codierten Daten zusammengeführt.  Für die Auswertung werden alle zusammengeführten, anonymisierten Daten an die Epidemiologie der Universität weitergeleitet

Informationsgewinnung und -übertragung:

Nach der Versorgung durch die GNFS werden Befragung von Patienten, deren Hausärzt/innen,  mittels selbst entwickelter Fragebögen befragt. Zusätzlich werden die Protokolle der Telemedizin, der Notaufnahmen und die Einsatzdaten (Diviprotokoll) in die Datenerhebung aufgenommen.

Informationsempfänger und -verarbeitung:

Rettungsdienste (hier die GNFS), Patienten, Hausärzte, Telemedizin, Notaufnahmen. Die Informationen werden in keiner der genannten Einrichtungend verarbeitet.

Abgeleitete Maßnahmen:
  • die Informationen des Behandelnden Hausarztes
  • die Kontaktaufnahme mit den Patienten
  • der Telemedizin
  • der Rettungsdienste (GNFS) 
  • der behandelnden Ärzte der Notaufnahmen
Zusätzliche Maßnahmen:

Keine zusätzlichen Maßnahmen.

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Beteiligte und Teilnehmende
Zielgruppe:

Patienten die über die Großleitstelle Oldenburg durch den Rettungsdienst versorgt werden und keine lebensbedrohliche Erkrankung oder Verletzungen aufzeigen.

Einschlusskriterien:

Einschlusskriterien
Geschlecht:  Beide, männlich und weiblich
Mindestalter:  18   Jahre
Höchstalter:  kein Höchstalter
Weitere Einschlusskriterien
Fähigkeit zur Erteilung einer Einwilligungserklärung

 

Ausschlusskriterien:
  • Unfähigkeit zur Erteilung einer Einwilligungserklärung;
  • Alter < 18 Jahre
  • keine feste Adresse
Teilnehmende Versicherte:

Geplante Anzahl: 1000
Erreichte Anzahl: 300
Einzugsgebiet: DE Niedersachsen

Auswahl-/Zugangsverfahren der Versicherten:

Das Auswahl-/Zugangsverfahren der Versicherten umfasst ein zweistufiges Einwilligungsverfahren.

Die Einwilligung 1 zur Kontaktaufnahme und die Einwilligung 2, zur Teilnahme an der Studie. 

Dazu entscheidet der GNFS nach der Versorgung des Patienten, ob dieser aus seiner Sicht in der Lage ist an einer Studie teilzunehmen. Dazu informiert er den Patienten über die vorliegende Studie. Er bittet die Patienten um eine Einwilligung zur Kontaktaufnahme oder überlässt ihnen eine Einwilligung inklusive eines Freiumschlags.

Liegt die Einwilligung zur Kontaktaufnahme vor, wird dem Patienten eine Einwilligung zur Studienteilnahme, ein Fragebogen und eine Einwilligung zur Entbindung der Hausärzte von der Schweigepflicht zugesendet.

 

Anreizsystem für Teilnehmer:

Es gab keine Anreizsysteme für Teilnehmer.

Einbindung der Versicherten:

Keine

Teilnehmende Leistungserbringer:

Krankenhäuser, Weitere nichtärztliche Gesundheitsberufe, Ärzte

Auswahl-/Zugangsverfahren der Leistungserbringer:

Leistungserbringer sind die teilnehmenden Rettungsdienste, Krankenhäuser und Leitstelle.

Kostenträger:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
Frau
Dr.
Jessica
Dreas
E-Mail: Jessica.Dreas@dlr.de
Web: http://dlr-pt.de

Adresse:
Heinrich-Konen-Straße 1
532227 Bonn
Deutschland

Weiterführende Informationen

Keine weiterführenden Informaitionen.

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Evaluation
Durchführung einer Evaluation:

Laufend

Typ der Evaluation:

Medizinisch

Ziele der Evaluation:

Die Effekte und Leistungen des neuen Rettungsmittels.

Durchführende Organisation:

Universität Oldenburg
Adresse:
26129 Oldenburg
Deutschland

Telefon: 04417984430

Art/Typ des Evaluationskonzeptes:

Auswertung der Teiilnahme, der geleisteten Prozesse (Fragebogenerhebung), 

Art des Evaluationsdesigns:

Beobachtungsstudie

Art der verwendeten Daten:

Speziell für die Evaluation erhobene Daten in Form von Fragebogen.

Ergebnisse:

Die Auswertung der Ergebnisse ist noch nicht abgeschlossen. Liegt aus diesem Grund noch nicht vor.

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PICO Fragen
Patientenkollektiv:

Weibliche und männliche Patienten über 18 Jahre im ambulanten Setting.

Intervention:

Versorgung durch das Rettungsmittel Gemeindenotfallsanitäter.

Kontrollgruppe:

Keine Kontrollgruppe notwendig.

Outcome:

Es sollen die Leistungen und Effekte des Einsatzes des Rettungsmittels untersucht werden. Zum Beispiel weniger Patienten in der Notaufnahme und weniger Einsätze von Rettungswagen.

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Rechtsgrundlage
Vorhandene Rechtsgrundlage:

Öffentliche Förderung

Zusätzliche Rechtsgrundlage:

Keine

Angestrebte Rechtsgrundlage:

Keine Angabe durch den Projektträger

Genutzte Förderprogramme:

Förderkennzeichen: 01VSF19017
Programmvolumen: 1150,338 Euro

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Technik
Technische Komponenten:

Telemedizin, E-PiX system

Verwendete Standards:

Notaufnahmeprotokoll Basismodul CDA

Weitere verwendete Standards:

Es wurden keine weiteren Standardsverwendet.

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Verwandte Projekte
Verwandte Projekte:

Sea and Offshore Safety

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Fakten auf einen Blick

Projektlaufzeit:

01.07.2020 bis 31.12.2022

Stand:

04.07.2022

Webpräsenz:

Gesamtprojektleiter :

Universität Oldenburg, Fakultät IV- Gesundheits- und Versorgungsforschung
Prof. Dr. Gerd Nothwang

Adresse:
Ammerländer Heerstraße 140
26129Oldenburg
Deutschland

Ärztlicher Projektleiter:

Universität Oldenburg
Herr PD Dr. Ulf Günther

Adresse:
Ammerländer Heerstraße 140
26129 Oldenburg
Deutschland
ulf.guenther@uni-oldenburg.de
Mobile: 04417984430

Veröffentlichungen:

Wissenschftliche Publikationen:
Keine Angabe durch den Projektträger

Datenschutzkonzept:
Keine Angabe durch den Projektträger

Qualitätssicherungskonzept:
Keine Angabe durch den Projektträger