IDEA (Interdisciplinary Database electonical Assessment) Strukturierte Anamnesedatenbasis zur Erhebung des Patientenzustands

IDEA strukturierte Anamnesedatenbasis


Medizinische Fachrichtungen
Allgemeinmedizin // Chirurgie // Geriatrie // Gynäkologie // Innere Medizin // Intensivmedizin // Kardiologie // Neurologie // Onkologie // Orthopädie // Palliativmedizin // Psychiatrie und Psychotherapie // Pädiatrie // Rehabilitation // Urologie
Schlagworte
Arzt-Patienten-Kommunikation // Case Management // Compliance/ Adhärenz // Demenz // Ernährung // Konsil // Krankenhausinformationssystem // Netzwerk/Vernetzung // Qualitätssicherung // Regelversorgung // Versorgungsforschung // Wundmanagement // elektronische Fallakte (eFA) // elektronische Gesundheitsakte (eGA) // elektronische Patientenakte (ePA) // elektronischer Arztbrief // interdisziplinär // sektorenübergreifend // ältere Menschen
Versorgungsebene
Diagnostik // Prävention/Gesundheitsförderung // Rehabilitation // ambulante Versorgung // stationäre Versorgung

Pflege (Erhebnung der pflegerischen Patientensituation)

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Zielsetzung

DEA (Interdisciplinary Data based Electronic Assessment) dient der Erhebung von strukturierten Anamneseinformationen. Es handelt sich bei IDEA um eine interdisziplinäre, datenbankbasierte Anamnesestruktur. Sie basiert auf einer einheitlichen wissensbasierten und literaturgestützten Sammlung von Anamneseinformationen, die mit verschiedenen Instrumenten verknüpft ist.

Oft liegen Anamneseinformationen in der medizinisch-pflegerischen Versorgung in unstrukturierter Form vor. Dies liegt in der Regel an den handschriftlich ausgefüllten Formularen, Hauskatalogen und den verschiedenen Professionen, die an der Erhebung anamnestischer Daten beteiligt sind. Gerade die teilweise doppelt durchgeführten Befragungen zur Krankenvorgeschichte und die damit verbundene Erhebung z. B. von Risikofaktoren führen zu Datenredundanzen.

Gleichzeitig können die Daten nicht interprofessionell verwendet werden, da die unterschiedlichen Sichtweisen und Schwerpunkte der beteiligten Professionen auf Patienten und Bewohner die Datenerhebung beeinflussen. Diese heterogene Datensammlung verhindert eine Verwendung dieser Daten im Kontext der wissenschaftlichen Auswertungen einerseits und der Weiterverwertung für die elektronisch gestützte Dokumentation andererseits. Auch gibt es keine Verbindungen zu anderen, unmittelbar mit den Daten der Anamnese verbundenen Instrumenten, wie zum Beispiel Scores, Diagnostik, Aufwandsmessinstrumenten etc.

Aus diesem Grund haben wir die interdisziplinäre, datenbankbasierte elektronische Anamnesestruktur IDEA entwickelt, die auf der Verwendung einer einheitlichen wissensbasierten und literaturgestützten Sammlung von Anamneseinformationen basiert und mit verschiedenen Instrumenten verknüpft ist. Alle gesundheitsrelevanten Daten können strukturiert erhoben werden. Die erfassten Daten des Patienten/Bewohners können jederzeit abgerufen und ggf. geändert werden und durch die eindeutige Codierung via z. B. XML-Format in Fremdanwendungen visualisiert werden.

 

Szenario
Beschreibung:

Über 1.400 kodierte Textbausteine und zusätzliche Freitextfelder
IDEA stellt über 1.400 kodierte Textbausteine im jeweils fachlichen Kontext zur Verfügung und bietet darüber hinaus die Möglichkeit, in Freitextfeldern individuelle Eingaben vorzunehmen, welche wiederum für Analysen abgefragt werden können. Die Formulierung der im System verankerten Textbausteine richtet sich nach den jeweils relevanten Expertenstandards und entspricht dem aktuellen Stand der Forschung. IDEA ist dabei mit Risikoeinschätzungsskalen und Protokollen verknüpft.

Verbindung mit ICD-10- bzw. OPS-Kodierungen
Es findet des Weiteren bereits auf dieser Ebene der Anamnese eine Verbindung der erfassten Daten mit ICD-10- bzw. OPS-Kodierungen statt.

Verknüpfung mit Pflegefachsprachen und Klassifikationen
Darüber hinaus ist es möglich, IDEA in einer Softwarelösung mit Fachsprachen und Klassifikationen zu verknüpfen – so wird IDEA zum Beispiel bereits in Verknüpfung mit der Pflegefachsprache ENP in europäischen Gesundheitseinrichtungen eingesetzt.

Datenaustausch und Benchmarking
Ein Austausch der Daten zwecks Vermeidung redundanter Arbeitsprozesse ist mit IDEA ebenso möglich, wie ein einrichtungsübergreifender Vergleich im Sinne des vermehrt geforderten Benchmarkings.

Anstoß der Versorgungsprozesse
IDEA stößt direkt die Versorgungsprozesse an: Die Unterstützung der Diagnostik dient der Qualitätssicherung – und damit allen Beteiligten.

Informationsgewinnung und -übertragung:

Die Informationen werden direkt in der berufsgruppenübergreifenden klinische digitalen Akte erhoben und weiterverarbeit.

Die Daten sind für sektorenübergreifenden Austausch und zur Gewinnuung von Versorgungsdaten von hoher Relevanz.

Informationsempfänger und -verarbeitung:

Sektorenübergreifender Informationsaustausch

Beteiligte Versorgungsbereiche: Krankenhaus, stat. Altenpflege, mobile Pflegedienste, med. Versorgungszentren

 

Abgeleitete Maßnahmen:

Informationen der behandelnden Berufsgruppen Arzt, Pflege, Therapeut zum Patientenzustand

Zusätzliche Maßnahmen:

Mit Hilfe der erhobenen Anamneseinformationen aus IDEA ist es möglich, den Pflegeprozess mit der standartisierten Pflegeklassifikation (Terminologie) ENP (European Nursing Care Pathways) anzustoßen. Der Nutzer erhält Vorschläge für potentiell mögliche Pflegediagnosen.

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Beteiligte und Teilnehmende
Zielgruppe:

Arzt, Pflege, Interprofessionelles Team

Einschlusskriterien:

alle Patienten

Ausschlusskriterien:

keine

Teilnehmende Leistungserbringer:

Ambulante Pflege (z.B. Pflegedienst), Ergotherapeut/in, Krankenhäuser, Pflegeheim, Physiotherapeut/in, Rehabilitationsklinik, Weitere nichtärztliche Gesundheitsberufe, Pflege

Kostenträger:

Keine Angabe durch den Projektträger

Weiterführende Informationen

https://www.recom.eu/klassifikationen/idea.html

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Rechtsgrundlage
Vorhandene Rechtsgrundlage:

§ 11 Abs. 6 SGB V, § 140 a SGB V (Integrierte Versorgung)

Zusätzliche Rechtsgrundlage:

Keine Angabe durch den Projektträger

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Fakten auf einen Blick

Stand:

04.02.2021

Webpräsenz:

Ansprechpartner :

RECOM GmbH
Jörg Gohl

Adresse:
Gartenstraße 9
34125 Kassel
Deutschland
Zur Webseite info@recom.eu
Mobile: +49 172 880 3297
Telefon: 0561 5109190

Ärztlicher Projektleiter:

Keine Angabe durch den Projektträger

Veröffentlichungen:

Wissenschftliche Publikationen:
IDEA_Beschreibung_2020_HM2__003_.pdf


Datenschutzkonzept:
Keine Angabe durch den Projektträger

Qualitätssicherungskonzept:
Keine Angabe durch den Projektträger